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Das Leben und Lebenswerk
von Lord Kelvin (1824 - 1907)
Bedeutung und geschichtliche Entwicklung
William Thomson, Baron Kelvin, geboren in Belfast am
26. Juni 1824, Professor an der Universität Glasgow, Erfinder
und Forscher, den meisten nur bekannt in Verbindung mit der
Einheit für Temperatur (KELVIN, Celsius oder Fahrenheit).
Alle führenden Wissenschaftler und Physiker des 19.
Jahrhunderts in Europa und Amerika begleiteten Thomsons Forschungen.
Sein wichtigster Beitrag als technologischer Erneuerer war die erfolgreiche Verlegung des Atlantik-Telefonkabels.
Seine Stellung innerhalb der physikalischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts kann verglichen werden mit der von Newton im 17. und Einstein im 20. Jahrhundert.
Mit nahezu allen Physikern seiner Zeit stand er in persönlichem, wissenschaftlichem oder freundschaftlichem Kontakt (Faraday, Maxwell, Joule, Helmholtz und Stokes).
Thermodynamik und Elekrizität waren die beiden Hauptbereiche seiner Forschungen.
Er beschäftigte sich mit physikalischen Effekten und Phänomenen wie magnetische Induktion, Induktion elektrischer Ladung, elektrische Kreise, elektromagnetische Kräfte, elektrochemische Effekte, Elektrolyse, Thermodynamik, Carnotscher Kreisprozess, Wärme und Elektrizität, Thermometer, Hydrodynamik, Vortexbewegung, Erzeugung und Verhalten von Wellen in Wasser oder Licht, Schwingkreise el. + mech., Wellen und kohärentes Licht, Arbeit und Wärme, Bewegung der Himmelskörper, die Zusammensetzung von Kristallen, die Theorie der Musik, praktische Probleme der Nautik und Navigation, Telegraphieren unter See, elektrische Beleuchtung von Städten und vielem mehr.
Erfindungen und Patente:
Elektrostatische Strommesser, Widerstandmessgeräte, nautische Instrumente, Joule-, Stirling-, und Kerr-Apparaturen u.v.a.
Er kann als einer der Begründer der modernen Physik bezeichnet werden, in dem er der Experimentalphysik zu ihrem gültigen Stellenwert verhalf, durch systematische Zusammenführung von Lehre, Forschung und
wissenschaftlicher Praxis.
Lebenslauf
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1824
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William Thomson (später Lord Kelvin) geboren am 26. Juni 1824, kam mit 10 Jahren
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1834
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zur Universität
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1841
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ging mit 17 Jahren nach St. Peter College in Cambridge, Studium Mathematik.
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1846
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mit 22 Jahren Zulassung als Professor für Natural Philosophy in Glasgow. Neben Vorlesungen und Praktika fand er Zeit für Erfindungen, Diskussionen, Besuchen verschiedener Universitäten, wie Cambridge, Oxford, Paris, Cherbourg, Frankfurt, etc. sowie zu persönlichem und wissenschaftlichem Briefwechsel mit nahezu allen Physikern seiner Zeit.
Weitere Erfindungen: Telegrafische Instrumente, Navigationsinstrumente, Gezeitenmesser, Seekompass und Tonaufzeichnungsgeräte, Spiegelgalvanometer.
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1848
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Thomson erstellte seine absolute Temperatur-Skala
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1854-1858
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wurde Thomson schrittweise zu einer zentralen öffentlichen Figur im Mittelpunkt der technologischen Entwicklung des 19. Jahrhunderts und verlor die Anonymität eines theoretischen Wissenschaftlers.
Hierbei war das Atlantik-Kabel die eindrucksvollste Leistung elektrotechnischer Technologie dieser Zeit. Das Ziel des Unternehmens war, die Ostküste von Neufundland mit New York zu verbinden, um die Kommunikation zwischen England und den Vereinigten Staaten zu verkürzen.
Neben der Hauptaufgabe, ein Kabel quer durch den Nordatlantik zu verlegen, galt es eine Menge logistischer, Herstellungs-, Finanzierungs-, und pysikalischer Fragen zu lösen. Z.B. Experimente an Seekabeln von 1500 Meilen Länge, mit einer Empfangsverzögerung der Signale von zwei Sekunden. Thomson analysierte das Kabel als ein elektrisches Strom-Kreis-System. Die analogen Elemente des Kabels waren Widerstand, Induktivität und Kapazität.
In dieser Hinsicht war das Projekt Atlantik-Kabel ein riesiges Experimentierfeld, welches das industrialisierte England mit dem ökonomischen Potential der USA verband. Ein gewaltiges öffentliches Interesse konnte in Zusammenarbeit der Initiatoren und Sponsoren (Atlantik Telegraph Company) bei Vertretern der Staaten, Wissenschaft und Medien geweckt werden. Auch der Schriftsteller Joules Verne war an Bord eines der Kabelverlegeschiffe.
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1858
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Mit seinen Kabelschiffen erreichte Kelvin Neufundland am 8. September. Die erste Telegrafieverbindung konnte nun aufgenommen werden, die erreichte Signalgeschwindigkeit waren 13 bis 14 Worte pro Minute, dargestellt als Lichtausschläge in einem Spiegelgalvanometer.
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ab 1860
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Unterwasser-Telegrafie
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ab 1870
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Tonaufnahmen und Telefon
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ab 1880
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Elektrische Beleuchtung, Patente: Kompass, Tonempfänger, elektrische Messinstrumente, Brücken und Messgeräte, von µA ... 6000A, 100µV ... 100KV, mΩ ... MΩ, all dies in Verbindung mit Standards und Vergleichsnormalien mit einer Genauigkeit von 0,1%.
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1890
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Präsident der Royal Society.
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1892
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Erhebung in den Adelsstand zu Sir Wiliiam Thomson. Er nannte sich Baron KELVIN oLargs nach dem Fluß Kelvin in dem Kelvin-Wald, in der Nähe der Universität Glasgow.
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1895
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Elektromagnetische Theorie des Lichtes, Polarisation, Vortex-Atomtheorie, Elektrische Wellen, Röntgen-Strahlen, Elektronen, Kinematische Gastheorie, Temperaturen, Magnetismus waren seine weiteren Forschungsgebiete.
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1896
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50. Jubiläum als Professor in Glasgow, Ehrungen, Auszeichnungen, national und international.
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1900
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Übergabe seines Lehrstuhles
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1901
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USA, Vice Chairman von Kodak/London
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1907
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Am 17. Dezember starb er.
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Ehrungen, Titel und Auszeichnungen erhielt er von fast allen Ländern, Universitäten und Königen:
- 24 Ehrentitel von Universitäten in Europa und USA
- 7 Ehrentitel von Staaten (Orden Pour le Merite, Ehrenlegion, ...)
- 98 Ehrentitel von wissenschaftlichen Gesellschaften und Akademien
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